Trauzeug:innen: was rechtlich gilt und was sie für euch tun können.
Braucht ihr Trauzeug:innen? Was beim Standesamt und in der Kirche gilt, wen ihr fragen könnt und welche Aufgaben sie übernehmen.
Kurz gesagt
Beim Standesamt sind Trauzeug:innen in Deutschland freiwillig. Auf euren Wunsch können eine oder zwei Personen dabei sein; sie müssen in der Regel volljährig sein und sich ausweisen können. Bei einer katholischen Trauung sind zwei Zeug:innen vorgeschrieben. Alles andere, von der Rede bis zum Junggesell:innenabschied, ist Tradition und eure Absprache.
Trauzeug:innen sind oft die Menschen, die euch am nächsten stehen: Geschwister, beste Freund:innen, manchmal ein Elternteil. Rechtlich ist ihre Rolle klein, für euren Tag kann sie groß sein. Wichtig ist, dass ihr offen besprecht, was ihr euch wünscht und was sie leisten können.
Was rechtlich gilt.
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Standesamt
Zeug:innen sind freiwillig. Auf euren Wunsch können eine oder zwei Personen dabei sein. Sie müssen in der Regel volljährig sein und einen gültigen Personalausweis oder Reisepass mitbringen. Fragt euer Standesamt, bis wann ihr sie angeben sollt.
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Katholische Trauung
Hier sind zwei Zeug:innen vorgeschrieben. Sie werden meist schon beim Vorgespräch im Pfarrbüro angegeben. Ob sie selbst katholisch sein müssen, klärt ihr dort; in der Regel ist das nicht nötig.
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Evangelische Trauung
Trauzeug:innen sind nicht vorgeschrieben, viele Paare wünschen sich aber welche. Fragt in eurer Gemeinde, wie sie es handhabt.
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Freie Trauung
Rechtlich spielen Zeug:innen hier keine Rolle. Ihr könnt sie trotzdem einbinden, etwa mit einem Text oder beim Ringtausch.
Wen ihr fragen könnt.
Fragt Menschen, denen ihr vertraut, die euch gut kennen und die am Tag Ruhe ausstrahlen. Wer weit weg wohnt oder gerade wenig Zeit hat, kann trotzdem Trauzeugin oder Trauzeuge sein, nur eben mit weniger Aufgaben im Vorfeld. Fragt etwa neun Monate vorher, dann bleibt allen genug Zeit zum Planen.
Aufgaben, die Trauzeug:innen übernehmen können.
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In der Planung
Mitdenken, zu Anproben begleiten und den Junggesell:innenabschied organisieren, wenn ihr einen wollt.
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Gäste koordinieren
Ansprechperson für Gäste sein, die Reden, Spiele oder Überraschungen planen. So landet nichts doppelt im Ablauf und nichts überrascht euch unangenehm.
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Am Morgen
Beim Getting Ready dabei sein, das Notfallset tragen und an Ringe und Unterlagen denken.
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Bei der Trauung
Die Ringe halten, als Zeug:innen unterschreiben, vielleicht einen Text lesen.
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Bei der Feier
Eine Rede halten, Gäste begrüßen und Fragen der Profis klären, wenn ihr dafür niemand anderen benannt habt.
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Nach der Feier
Geschenke und Karten einsammeln und Geliehenes zurückbringen.
Häufige Fragen.
Braucht man Trauzeugen beim Standesamt?
Nein. In Deutschland sind Trauzeug:innen bei der standesamtlichen Trauung freiwillig. Auf Wunsch können eine oder zwei Personen dabei sein.
Wie viele Trauzeugen darf man haben?
Beim Standesamt höchstens zwei. Bei einer katholischen Trauung sind zwei vorgeschrieben. Weitere Menschen, die euch wichtig sind, könnt ihr auf andere Weise einbinden, etwa mit einer Lesung oder einer Rede.
Wer darf Trauzeuge sein?
Beim Standesamt in der Regel jede volljährige Person, die sich mit einem gültigen Ausweis oder Pass ausweisen kann. Verwandtschaft und Geschlecht spielen keine Rolle.
Wann fragt man die Trauzeugen?
Etwa neun Monate vor der Hochzeit ist ein guter Zeitpunkt. Dann bleibt genug Zeit, gemeinsam zu besprechen, wer was übernimmt.